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SA 8000 Standard for Social Accountability

 

Wer ist betroffen?  

Seit 1998 gibt es die Norm SA 8000 (Standard for Social Accountability), die die Sozialstandards für Unternehmen umfasst. Sie wurde von einer Nichtregierungsorganisation entwickelt (Council for Economic Priorities). Die SA 8000 übernimmt die Verantwortung für die Umsetzung und Kontrolle  von sozialen Mindeststandards in produzierenden Unternehmen und ist für die Zertifizierung von Fabrikationsstätten weltweit verantwortlich.

Der SA 8000 Standard ist ein Konzept, welches die soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und der Gesellschaft  festlegt. Er dient der Unterscheidung von umweltschonend und sozial fair hergestellten Produkten  und Produkten, die die Umwelt ausbeuten und Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen ignorieren. Ziel dieses Konzeptes ist eine nachhaltige Entwicklung  und der Aufbau eines weltweit gültigen Zertifizierungs- und Kontrollsystems auf der Ebene jedes einzelnen Unternehmens. Es unterscheidet sich von der ISO durch die systematische Befragung der Beschäftigten und die Einbeziehung der außerbetrieblichen Interessengruppen, wie Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen.

 
 
 
 
 

Was lässt sich erreichen?

Für die SA 8000 Zertifizierung muss das Unternehmen folgende Bereiche abgedeckt haben:

  1. Kinderarbeit.
    SA 8000 verbietet Kinderarbeit (in den meisten Fällen Kinder unter 15 Jahren). Zertifizierte Unternehmen müssen Geldmittel für die Bildung der Kinder freistellen, die möglicherweise ihre Arbeit aufgrund des Standards verlieren.
  2. Zwangsarbeit.
    Von den Mitarbeitern kann nicht verlangt werden, ihre Papiere zu hinterlegen oder eine “Anzahlung” als Bedingung für die Einstellung, zu leisten.
  3. Gesundheit und Sicherheit.
    Unternehmen müssen einen Mindeststandards für ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld sicherstellen. Hierzu gehören die Bereitstellung von Trinkwasser, Aufenthaltsräumen, entsprechende Sicherheitsausrüstung und die Durchführung notwendiger Ausbildungen.
  4. Vereinigungsfreiheit.
    Das Recht der Mitarbeiter eine Gewerkschaft zu gründen oder sich einer anzuschließen bleibt gesichert. Ebenso können gemeinschaftliche Verhandlungen ohne Angst vor Bestrafungen abgehalten werden.
  5. Diskriminierung.
    Keine Diskriminierung auf Grund von Rasse, Gesellschaftsklasse, Nationalität, Religion, Behinderung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Gewerkschafts- oder politischer Zugehörigkeit wird geduldet.
  6. Disziplinarmaßnahmen.
    Psychischer, physischer und verbaler Missbrauch oder deren Duldung sowie Nötigung der Mitarbeiter sind verboten.
  7. Arbeitszeiten.
    Die maximale Arbeitszeit pro Woche beträgt 48 Stunden. Mindestens 1 Tag in der Woche bleibt frei. Es dürfen nur bis zu 12 Überstunden pro Woche geleistet werden. Die Überstunden werden mit einem höheren Stundensatz oder einer Prämie vergütet.
  8. Vergütung.
    Der Lohn muss mindestens dem gesetzlichen Mindestsatz entsprechen und ausreichend sein, um den Grundbedarf zu decken plus eines zusätzlich frei verfügbaren Einkommens.
  9. Managementsysteme.
    Das Management erfüllt die Anforderungen an den Standard SA8000, überprüft regelmäßig die Einhaltung und kommuniziert die Ergebnisse an die Mitarbeiter. Eine geeignete Dokumentation belegt die Umsetzung der Anforderungen und bei Abweichungen werden angemessene Korrekturmaßnahmen eingeleitet. In der Verantwortung des Unternehmers liegt auch die Sicherstellung dieser Standardanforderungen bei seinen Zulieferern.


Für eine Zertifizierung muss ein effektives Qualitätsmanagementsystem vorhanden sein.

 
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